Projekte Infrastrukturmaßnahmen
Infrastrukturmaßnahmen - Hygiene, Sicherheit und Solartechnik
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Kurzbeschreibung
Infrastrukturmaßnahmen gehören in unseren Projekten. Experten, die wir gerne einsetzen, werden noch eine lange Zeit gebraucht werden.

Projektstatus
Das Projekt wird permanent ausgeführt und verbessert

Organisatoren
Martin Weiskopf, Riegelsberg
Karl Bruch, Saarbrücken
Lothar Kunze, München

 

 


Infrastrukturmaßnahmen

Hygiene und Sicherheit

Hygiene und Sicherheit, beides unabdingbare Voraussetzungen für die Gesundheit der Menschen in unserem Wirkungskreis, gehören genauso wie etwa Nachhaltigkeit in unseren Projekten zu unseren Leitzielen.


Nach wie vor stellt die Sauberkeit und Hygiene ein großes Problem in der Schule dar. Schüler wie Lehrer haben in ihren privaten Umfeldern das nicht gelernt.
Trotz vieler Verbesserungen in den letzten Jahren bleibt noch vieles zu tun, damit die hygienischen Verhältnisse als gut bezeichnet werden können.


Die Hochwassersituation an der PDO in Mandalay spitzt sich in der Regenzeit jedes Mal bedrohlich zu. Die Schule liegt direkt an einem Kanal, der keinen Abfluss mehr hat. Deshalb haben wir schon vor Jahren nahezu das gesamte Schulgelände um 50cm mit Schotter und Sand angehoben.


In den Schulgebäuden fanden wir miserable hygienische Bedingungen vor, Toiletten eingeschlossen. Sanierungsmaßnahmen durch. Martin Weiskopf, einem Meister für Installation und Haustechnik, haben die Situation verbessert. Er begann systematisch die sanitären Anlagen zu erneuern. Dazu hat er  junge Leute aus der Schule für diese Arbeit ausgebildet, so dass dieses Team auf Dauer selbst reparieren kann. Der Einsatz war ein voller Erfolg.
Ab Januar 2010 führte diese Arbeit Karl Bruch weiter. Die Gruppe der von Martin ausge-bildeten jungen Leute wurde organisatorisch zum technischen Dienst zusammengefasst. Ihre Aufgabe ist es, sich um Wasser-installation, der Erhaltung und Elektro-installation zu kümmern. Sie stehen auf der Lohnliste der PDO und des Vereins, haben also durch uns auch ein kleines Einkommen.
Der technische Dienst bekam eine eigene Werkstatt, da seine Aufgaben sich ausweiteten und immer mehr Material und Werkzeug zu speichern war.
In einem vierwöchigen Kursus wird der PDOTS - dies ist in der Zwischenzeit der offizielle Namen und steht für Phaung Daw Oo Technical Service - in den Grundlagen der Solartechnik ausgebildet. Karl Bruch war für 7 Wochen in der PDO, um Ausbildung und turnusmäßige Wartungsarbeiten zu organisieren.
Die Toilettenanlage neben dem Sportplatz wurde total saniert und ist seither in einem guten Zustand.


Aber auch seitens der PDO wurden Initiativen ergriffen, die Sauberkeit zu erhöhen: z.B. Müllbehälter für die verschiedenen Müllsorten,

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bahnbrechend für Myanmar ohne jegliche Mülltrennung. Die Lehrer werden durch Vorträge geschult und eingewiesen und sollen ihr Wissen an die Kinder weitergeben.
 
Ein Müll-Lastwagen (teilfinanziert vom Förderverein) wurde angeschafft. Dieser kann nun, unabhängig von der städtischen Müllentsorgung, täglich den Müll zur zentralen Deponie abtransportieren.
 
Lothar Kunze, Vereinsmitglied und immer wieder im Einsatz an der PDO, kümmert sich um Brandschutz und Beschilderung.
Wolfram Boden war für  4 Wochen an der PDO tätig. Er hat die allgemeine Situation der Wasserversorgung analysiert und Vorschläge erarbeitet, wie diese zu verbessern wäre, z.B. durch Einbeziehung der öffentlichen Wasserversorgung. Diese Maßnahme wird vom Senior Expert Service (SES),  einer Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit, gefördert.
Positive Zwischenbilanz. Durch alle Initiativen hat sich vieles zum Besseren gewendet. Dass wir uns aber beruhigt zurück lehnen könnten, dazu ist es viel zu früh. Solange man nicht gefahrlos aus jedem Wasserhahn trinken kann und noch Müll in den Abwasserkanälen liegt, bleibt noch eine Menge zu tun. Hygiene- und Sicherheitsstandards Schritt um Schritt höher zu setzen, sind unsere Langzeitziele.
Experten, die wir gerne einsetzen, werden noch eine lange Zeit gebraucht werden.
 

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Solartechnik Ausbildung

Mandalay, Sonnenstadt
Golden Mandalay, so heißt die Stadt der goldenen Pagoden wegen. Es könnte aber genauso so das Licht, die Sonne sein, die monatelang, ohne dass eine einzige Wolke sich den Strahlen in den Weg stellte, scheint. Sonne satt oder im Fachausdruck: Die jährlichen globalen Einstrahlung ist mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.
Im Vergleich: Deutschland 900 kwh/m2/Jahr Mandalay: 2150 kwh/m2/Jahr.


Verständlich: Mandalay liegt auf dem 21. Breitengrad und damit auf der geographischen Breite der Sahara. Einzig während der Monsun-Zeit wird die Einstrahlung durch Wolken behindert. Die hohe, am oberen Ende der weltweiten Skala gelegene Sonneneinstrahlung, verlangt geradezu nach Nutzung dieser kostenlosen, dauerhaften, im Überfluss vorhandenen Energie.


Seit  2011 kümmert sich Karl Bruch als Senior Experte,  um in der PDO die Grundlagen der Photovoltaik zu vermitteln. Hier der Bericht.
Im Oktober/November des gleichen Jahres wurden dann zwei Dörfer mit Solarleuchten ausgerüstet.


Der Förderverein wird von der „stifunglife“ durch Herrn Gessner hierbei stark unterstützt.
Karl Bruch hat den reloading fund übernommen, was zu mehr Selbstverantwortung in den Dörfern führt.


Auch 2013 war er mehrere Wochenvor Ort, um das Team zu schulen und die Dorfbeauftragten in die Solartechnik einzuweisen.

 

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